Von Herbst 2020 bis Frühjahr 2021 zeigen wir in ländlichen Regionen in Baden-Württemberg queere Filme für Jugendliche und junge Menschen.

Damit machen wir sichtbar, was durch eine starke Hetero-Normativität gerade in ländlichen Regionen oft unter der Oberfläche versteckt ist. Wir zeigen, dass es queere Menschen überall gibt. Und wir werben dafür, dass die Gesellschaft jeden Menschen in seiner Persönlichkeit annimmt. Jede_r sollte die Freiheit haben sich frei zu entfalten, ohne Einschränkung durch zugeschriebene Rollen-Erwartungen.

In größeren Städten gibt es einerseits häufiger Anlaufstellen für queere Jugendliche, eine Community, die Selbsthilfe bieten kann oder zumindest Selbstsicherheit, ein Gefühl von „Du bist nicht allein“. Andererseits besteht dadurch auch eine höhere Sichtbarkeit von queerem Leben in der lokalen Gesellschaft (Medienlandschaft, Nachbarschaft, Bekanntenkreis), was zur Akzeptanz beiträgt.

In kleineren Städten und insbesondere in Dörfern fehlt sowohl die Infrastruktur als auch die Sichtbarkeit. Das hat zur Folge, dass insbesondere Jugendliche Schwierigkeiten in ihrem Coming-Out erleben. Mit dem Projekt nehmen wir queeren jungen Menschen ein Stück Angst davor, sich in der Familie, bei Freunden oder im Verein zu öffnen und zu ihrer Identität zu stehen (öffentliches Coming-Out). Dadurch können sie ihre Persönlichkeit frei entfalten und selbstbewusst unsere Gesellschaft mitgestalten.